Patienteninformationen

Sehr geehrte Patientin, Sehr geehrter Patient,
Sie möchten ambulant operiert werden. Wir wollen das für Sie bestmögliche Narkoseverfahren ermitteln und durchführen. Dazu sollten Sie einige Tage vor dem geplanten Eingriff unsere Praxis aufsuchen.Bitte bringen Sie unbedingt Ihre Versichertenkarte mit, sowie das vom Hausarzt erstellte Protokollblatt zur Befunddokumentation im Rahmen der Anästhesievorbereitung. Dieses enthält wichtige Angaben zu Vorerkrankungen, EKG, Laborbefunde und evtl. Röntgenaufnahmen der Lunge. Die Befunde sollten nicht älter als zwei Wochen sein.
Bitte bringen Sie den vorliegenden Patienteninformations- und Anamnesebogen vollständig ausgefüllt zum Narkose-Vorbereitungsgespräch mit. Bei dieser Gelegenheit können wir uns kennenlernen und Ihnen alle Fragen bezüglich des Ablaufs und der Narkose beantworten.

Befolgen Sie bitte folgende Hinweise zum Verhalten…

… vor der Operation:

  • Es gilt das Gebot der Nüchternheit, d. h. Sie dürfen acht Stunden vor dem geplanten Operationstermin nichts mehr essen, trinken, rauchen, lutschen und kauen – Ausnahme: Ihre Medikamente nehmen Sie zu gewohnten Zeit mit einem Schluck Wasser ein. Im Zweifelsfall z. B. bei Einnahme von Antidiabetika und ASS besprechen Sie das Vorgehen mit uns. Sie dürfen bis 3 Stunden vor dem geplanten Operationstermin schluckweise klares Wasser trinken.
  • Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie nach der Operation von einer erwachsenen Begleitperson von der Klinik abgeholt werden und jemand sich bis zum nächsten Tag um Sie kümmert! Falls Sie diese Möglichkeit nicht haben, können Sie (evtl. gegen Zuzahlung) in der Klinikübernachten. Sprechen Sie uns an, wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen möchten. Sollte sich Ihr Gesundheitszutand plötzlich verschlechtern, z. B. ein fieberhafter Infekt eintreten, verständigen Sie uns bitte umgehend!
  • Kommen Sie pünktlich, nüchtern und frisch geduscht zur Operation! Bitte verzichten Sie auf Make-up, Lippenstift und Nagellack. Lassen Sie Schmuck, größere Geldbeträge und Wertsachen zu Hause! Wir übernehmen dafür keine Haftung.
  • Ziehen Sie weite, bequeme und saubere Kleidung an.
  • Teilen Sie uns mit, wenn Sie ein Gebiß tragen oder lockere Zähne haben.

… nach der Operation:

Sie bleiben nach der Operation noch ein bis vier Stunden im Aufwachraum und müssen anschließend von einer erwachsenen Begleitperson abgeholt und nach Hause gebracht werden. Gerne rufen wir Ihren Abholer an.

Hinweise zum Ablauf ambulanter Narkosen:
Bitte kommen Sie pünktlich zur vereinbarten Zeit zur Praxisanmeldung. Im Vorbereitungsraum können Sie sich umziehen, Kleidung, Schuhe, Zahnprothesen und Kontaktlinsen im absperrbaren Schrank verwahren. Bei Operationen müssen Schmerzen verhindert werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Narkose. Der Anästhesist sorgt während des Eingriffs für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen, vor allem des Kreislaufs und der Atmung. In einem Vorbereitungsgespräch empfielt Ihnen der Anästhesist das für Sie schonendste und sicherste Narkoseverfahren, denn es gilt: Es gibt keine Narkose ohne Risiken!

Die Allgemein-Narkose versetzt Sie in einen schlafähnlichen Zustand, in dem Sie ohne Bewußtsein und ohne Schmerzempfindung sind. Vor der Narkoseeinleitung wird Ihnen eine Venenverweilkanüle in die Hand oder den Arm gelegt. Darüber wird dann ein Narkosemittel injiziert. Bei kurzen Eingriffen erhalten Sie Sauerstoff und Narkosegase über eine Maske, die Ihnen vor Mund und Nase gehalten wird (Maskennarkose). Bei längeren Eingriffen wird, nachdem Sie eingeschlafen sind, ein Schlauch (Tubus) durch den Mund in den Rachen (Narkose mit Larynxtubus/Larynxmaske) oder in die Luftröhre eingeführt (Intubationsnarkose).

Risiken: Allergien, Herz-, Kreislauf-, Beatmungsprobleme, Embolie- und Thrombosegefahr. Lebensbedrohliche Zwischenfälle kommen nur sehr selten vor. Durch die bestmögliche Überwachung von Atmung, Kreislauf und anderer wichtiger Körperfunktionen versuchen wir Komplikationen vorzubeugen, z. B. Nervenschädigungen nach Lagerung auf dem OP-Tisch, Zahnschäden und Heiserkeit nach Intubation, Übelkeit und Erbrechen.

Falls Sie nicht nüchtern sein sollten, besteht die Erstickungsgefahr durch Erbrochenes! Die Regional-, Leitungs- oder Infiltrations-Narkosen betäuben für einige Stunden die Schmerzen in einer Körperregion oder ausschließlich im Operationsgebiet. Dazu wird an bestimmten Stellen ein Lokalanästhetikum injiziert. Bei der Armplexus-Anästhesie geschieht dies im Bereich der Achsel. Bei der Intravenösen Regionalanästhesie (des Armes oder des Beins) in eine Vene.

Risiken: Blutgefäß-, Nervenschäden mit Lähmungserscheinungen, Blutungen und Infektionen kommen extrem selten vor.

Nach dem Ende der Operation werden Sie in den sogenannten Aufwachraum verlegt, wo Sie bis zur Entlassung oder Verlegung auf die Station weiter betreut werden.